Pad Thai oder Burger? 5 Reiseblogger packen aus

Pad Thai oder Burger

Entweder – oder? Besteht nicht das ganze Leben aus dieser Abwägung? Oder ist „sowohl als auch“ die bessere Lösung?

Beim Thema Reisen ist das nicht anders. Auch hier gilt es viele Dinge, Vorlieben, Entscheidungen abzuwägen, um für sich das Beste herauszuholen.

In der Rubrik „Entweder – oder?!“ fragen wir jeweils 5 verschiedene Reiseblogger nach ihrer Meinung zu ganz unterschiedlichen Themen des Reiselebens. Weiter geht es heute mit „Pad Thai oder Burger?“

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Nina, Reisehappen

pad thai

Wenn ich die Wahl zwischen einem richtig guten Pad Thai oder einem fetten Burger habe, wird meine Wahl sicherlich immer auf das Pad Thai fallen. Da brauche ich gar nicht lange überlegen.

Nach meiner Zeit in Thailand ist Pad Thai für mich eigentlich ein Grundnahrungsmittel. Günstig, lecker und an nahezu jeder Garküche erhältlich. Wobei ich das beste Pad Thai aller Zeiten tatsächlich auf dem kleinen Markt im Fisherman’s Village auf Koh Samui gegessen habe.

Nina Soentgerath

Aber ich liebe nicht nur Pad Thai. Ich stehe allgemein einfach total auf die Küche Südostasiens, ob thailändisch, kambodschanisch, vietnamesisch oder Gerichte aus Malaysia. Ich mag die vielen Gewürze und frischen Kräuter, die in Südostasien verwendet werden.

Die Zutaten, vor allem das Gemüse, werden meist nur kurz und schonend gegart, so dass alles schön frisch und knackig schmeckt. Die Küche ist  einfach leicht und gesund, während ein schwerer Burger mir häufig stundenlang schwer im Magen liegt.

Von daher: klare Entscheidung für Pad Thai.

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Elke, Meerblog

Elke Weiler

Weder noch. Zur Zeit machen schwedische Köttbullar das Rennen. Nachwirkungen meines Roadtrips #scandi43 – mit Hund und Ente durch Skandinavien.

Wir sind von Dänemark nach Südnorwegen und Westschweden gefahren, haben Mittsommer mit Einheimischen in Malmö gefeiert. Köttbullar haben dabei eine tragende Rolle gespielt, nicht nur für den Hund! Das Rezept der Gastgeberin gibt es im Blog. Im Unterschied zu normalen Hackfleischbällchen geben die Schweden auch gekochte, zerstampfte Kartoffel hinzu.

Allerdings habe ich es damit bei meinem ersten Nachkochversuch übertrieben, was dazu führte, dass die Bällchen beim Braten auseinanderfielen. Lecker waren die Köttbullar trotzdem und sie werden mich auf ewig an den Sommer 2016 erinnern.

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Markus, Travelling the world

Markus Kramer

Pad Thai oder Burger also? Na da würde ich doch glatt den Burger wählen. Nicht nur, weil es eines meiner absoluten Lieblingsgerichte ist, sondern auch, weil ich noch nie etwas von „Pad Thai“ gehört. Ich glaube das muss ich mal googeln.

Ich liebe wirklich Burger. Am liebsten richtig frisch zubereitet, mit Beef und möglichst scharf. Ansonsten probiere ich gerne alle möglichen Varianten mal durch. Den besten Burger, den ich jemals zwischen die Finger bekommen habe, war auf Bali in Canggu im Deus Ex Machina.

Dies ist ein megacooler Laden. In etwa eine Mischung aus Restaurant, Bar und Motorradshop. Ich habe es auch noch nie erlebt, dass der Koch zu einem an den Tisch kommt und seine Speisen vorstellt und erzählt,  wo diese herkommen.

Wenn du mal dort bist. solltest du den Beef Burger unbedingt probieren. Ebenfalls superlecker war auch der Salat mit Hähnchenstreifen und frischen Erdbeeren. Ich habe zu meiner Zeit in Canggu sogar einen extra Artikel verfasst.

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Carina, Last Paradise

Pad Thai

Pad Thai oder Burger? Laksa!

Das traditionell malaysisch/indonesische Gericht habe ich vor zwei Jahren auf Borneo kennengelernt, wo es meine Freundin Letty für uns auf einer unbewohnten Insel zubereitet hat. Die Suppe besteht aus recht vielen Zutaten, wie zum Beispiel Hähnchen, Garnelen, Reisnudeln, Sojasprossen, Kokosmilch und der geheimen Laksa-Paste, die Basis für das Rezept ist.

Carina Hofmeister

Mama Letty, wie wir meine Freundin genannt haben, wollte uns auch erst zaghaft das Familienrezept für ihre Laksa-Paste verraten. Und obwohl sie uns das Rezept verraten hat und wir auch (mit ein paar kleinen Schwieirgkeiten) alle Zutaten dafür in Deutschland bekommen haben, hat es natürlich nicht so geschmeckt wie bei Mama Letty. Selbst im Restaurant in Berlin konnte das Laksa nicht mit dem Original in Malaysia mithalten.

Doch wie so oft sind es ja meistens die Erinnerungen und Gefühle, die wir mit einem Essen verbinden. Und die Tage auf der einsamen Insel vor Borneo, die wir tagsüber mit Lesen und spazieren verbrachten und an denen wir abends Schildkröten-Babys in die Freiheit entließen, waren einfach unvergleichlich. Und das leckere Laksa von Mama Letty konnte die Erlebnisse einfach nur toppen!

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Synke, Synke unterwegs

synke-roadtrip Burger

Ich gestehe, dass ich mich mit einer eindeutigen Antwort auf diese Frage schwer tue. Nicht, weil ich Veganerin bin, sondern weil ich auf „entweder – oder“ oft mit einem: „es kommt darauf an“ antworte.

In diesem Fall kommt es darauf an, wohin mich die Reise gerade führt. Während eines Roadtrips durch den mittleren Westen der USA würde ich immer einen veganen Burger mit schwarzem Bohnen-Bratling, Avocadosoße und Süsskartoffelchips bevorzugen. Und abhängig von der Tageszeit einen hausgemachten Eistee oder ein Draftbier dazu.

Sitze ich mit Sommerkleid und FlipFlops auf der thailändischen Insel Ko Samed, darf es zum späten Frühstück gern auch ein veganes Pad Thai mit Limettensaft oder Avocado-Smoothie sein.

Übrigens darf man in den USA in der Regel darauf vertrauen, dass ein im Menü als vegan gekennzeichneter Burger auch 100% pflanzlich ist.

Synke Nepolsky

In Thailand lohnt sich im Zweifel durchaus die Nachfrage, wenn das Tofu eher wie Hühnchen aussieht. Dem freudig strahlenden Gesicht der thailändischen Kellnerin, die dann antwortet: „Chicken no meat, Madam“, kann ich zwar nicht böse sein. Trotzdem bestehe ich ebenso freundlich auf einem neuen Pad Thai. Natürlich ohne Ei oder Chicken, dafür mit Gemüse und Tofu.

Strenge Veganer sollten im Zweifel Pad Thai nur in rein veganen Restaurants bestellen, da oft auch Fischsoße für die Zubereitung verwendet wird.

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