Kirschblüte im Frühling - Photo by Arno Smit on Unsplash

Ob kalendarisch, meteorologisch oder nur gefühlt – der Beginn des Frühlings lässt sich nicht aufhalten. Vorboten haben vor ein paar Wochen schon unser Land erreicht und viele Menschen Vor-Frühlingsluft schnuppern lassen. Mal früher, mal später bahnt sich das Leben wieder seinen Weg, oft angekündigt durch Schneeglöckchen und Krokusse.

Und obwohl man speziell Krokusse alle Jahre wieder in Massen vorfindet, juckt es zumindest mich als Fotointeressierten immer wieder, sie im Bild festzuhalten. Oft ging es mir so, dass aber genau dann, wenn am meisten Krokusse auftraten, das Wetter wieder grau und nass wurde, so dass dieses vermeintliche Motiv langweilig wurde. Aber spätestens bei den ersten Kirschblüten ist es dann endgültig um mich geschehen! Diese müssen fotografiert werden, auch wenn das in meiner Familie gelegentlich mit einem Augenrollen bewertet wird.

Ideen klauen Inspiration für den Frühling finden

Auf Fotoblogs wie kwerfeldein und Instagram (Suche nach dem Hashtag #Frühling: https://www.instagram.com/explore/tags/frühling/) lassen sich viele gute Beispiele von Fotos finden, die Menschen mit dem Thema Frühling verbinden. Sich dort Inspiration zu holen, kann dabei helfen, den eingerosteten Auslöser-Zeigefinger wieder zu motivieren. Auch Bildbände sind immer eine gute Quelle für fotografische Anregungen, und natürlich sind die Fotografien in solchen Werken meistens auf einem deutlich höheren Niveau, als man es in einem sozialen Netzwerk wie Instagram erwarten darf.

Street Photography

Das besser werdende Wetter im Frühling bewegt Menschen wieder vermehrt nach draußen. Man sonnt sich, spaziert durch voller werdende Parks oder die städtische Umgebung – das bietet trotz der nicht enden wollenden Pandemie viele Möglichkeiten, fotografisch Neues auszuprobieren. Warum nicht mit einem Street Photography-Projekt starten? Wie man damit anfangen kann, habe ich vor einiger Zeit in diesem Beitrag beschrieben.

Spiegelung Geländer Hamburger Hafen

© Jörg Schmidtmann

Das manchmal noch wechselhafte Wetter mit Schnee, Regen, und kurz darauf strahlender Sonnenschein, bietet tolle Hintergründe, Reflektionen und Umgebungen wie Pfützen. Da braucht es oft nur den richtigen Moment, bis ein Mensch – kaum erkennbar als Silhouette – perfekt passend durchs Motiv huscht.

Froschperspektive

Mit einem Smartphone als Kamera werden interessante Perspektiven Blumen und anderen Pflanzen ganz von unten möglich. Einfach das Smartphone mit der Seite nach unten auf den Boden stellen und festhalten, an der das Kameramodul platziert ist. So ist die Optik fast auf Bodenniveau, und die Perspektive von unterhalb der Blumen nach oben ist schon gleich viel interessanter als von oben herab.

Auch buchstäbliche Frösche und Kröten – wie in unserem nahen Altonaer Volkspark – sind im Frühling wieder an manchem Abend unterwegs zu ihren bekannten Paarungs- und Laichplätzen und bieten somit ein seltenes Motiv. Aber bitte nicht stören!

sich paarende Frösche

© Jörg Schmidtmann

Auch andere Tiere wie turtelnde Tauben oder Greifvögel in nahen Parks bieten schöne Motive, und in diesem Fall kommt das Smartphone wohl eher an seine Grenzen. Ein starkes Teleobjektiv, zum Beispiel an einer Spiegelreflex- oder einer spiegellosen Systemkamera und schneller Autofokus sind hier sehr hilfreich.

Einfach machen!

Also, runter vom Sofa, raus an die frische Luft und die eigene Umgebung erkunden – trotz Corona kann man im Frühling fotografisch vieles einfangen!

Titelbild: Photo by Arno Smit on Unsplash