Auckland: Lebensqualität in Neuseelands Metropole

2018 schaffte es Neuseelands größte Stadt mit auf das Siegertreppchen der Rangliste der Städte mit der höchsten Lebensqualität. Den dritten Platz konnte Auckland hinter Wien und Zürich belegen. Warum Auckland so lebenswert ist? Es gibt nicht den Grund, es ist die Kombination aus einer ganze Reihe von guten Gründen! Und lässt man sich die Bedeutung des Maori-Namen der Stadt auf der Zunge zergehen, ist eh alles klar: Tāmaki Makaurau bedeutet „Eine junge Schönheit mit 100 Liebhabern“.

Holzschild auf Waiheke Island © Depositphoto – Pablo Hidalgo

Auckland mit etwas mehr als 1,4 Millionen Einwohnern liegt im Norden der Nordinsel. Malerisch zwischen zwei Häfen erbaut, hat die Stadt auch den Spitznamen „City of Sails“. Beim Blick auf die zahlreichen Segelboote, die in den Buchten liegen, ist das leicht zu nchvollziehbar. Bei der Beurteilung der Lebensqualität wurden 39 Kriterien analysiert, unter anderem politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte. In Auckland ist es nicht schwierig, die lebenswerten Seiten zu finden.

Kultur: In Museen und bei Festivals kann man Aucklands Vielfalt erleben

Beginnen wir mit der Kultur. Auckland ist eine bunte, multikulturelle Stadt mit einem florierenden Kulturleben. Wer im März in Auckland ist, sollte das Programm des Auckland Arts Festival unter die Lupe nehmen. Einen Monat lang werden an verschiedenen Orten Installationen, Ausstellungen oder Performances präsentiert. Vor allem zeitgenössische Kunst und das Kulturerbe der Maori stehen dabei im Fokus. 

Mehr Kunst gibt es in der Auckland Art Gallery. Als das Museum 1888 eröffnete, war es das erste Kulturzentrum seiner Art des Land. In Auckland ist eigentlich immer etwas los.

Chinesisches Laternen Festival in Auckland im Februar © Depositphoto – Rafael Ben-Ari

Unzählige Festivals stehen zur Auswahl, ob Musikfestivals, Fashion Shows, Filmfest oder Kulturfestivals wie das beliebte Lantern oder Pasifika Festival – es gibt immer etwas zu sehen. Und selbst wenn gerade keine Festival stattfindet: Ein Besuch im Theater oder einer der Galerien ist immer eine gute Idee.

Food-Szene: In Auckland kann man bestens schlemmen

Das multikulturelle Auckland macht sich vor allem in der Gastronomie bemerkbar. Thai, iranisch, chinesisch? In den Vierteln Wynyard Quarter, Viaduct oder Britomart werden Sie sicher fündig, egal, nach was Ihnen essenstechnisch der Sinn steht. Selbst wenn man länger in der Stadt ist, wird das Essengehen nicht langweilig, denn die Auswahl ist groß, von günstig bis edel. In Britomart geht es besonders hip zu: Hier gibt es die neuesten und angesagtesten Bars, Cafés und Restaurants. Etwas abseits des Zentrum aber nicht weniger beliebt ist die „Ponsonby Central“-Gegend. Hier gibt es stylische Bars und Street-Food-Stände und eine Bio-Markt. Ganz generell gilt: In Auckland wird viel Brimborium um das Essen gemacht. Viele Läden werden gehypt, andere sind kleine Geheimtipps. Aber es lohnt sich, sich durch die Stadt zu probieren. Hier findet jeder seinen persönlichen Lieblingsort. Wer nach dem Essen noch ausgehen will, findet rund um Viaduct Harbour in der Nähe des Zentrums zahlreiche angesagte Bars und Clubs.

Natur: Vulkankegel für gute Aussichten

Plus minus 50 inaktive Vulkankegel gibt es in Auckland. Ein Besuch ist also Pflicht! Von den Gipfeln hat man wunderschöne Aussichten. Ein kurzer Spaziergang zum Mount Eden oder mit der Fähre zum Rangitoto-Gipfel auf der kleinen Insel im Hafen – die Auswahl ist groß und viel falsch machen kann man nicht. Besonders schön ist der Besuch am Nachmittag, wenn die Sonne tief steht und golden über die Bucht scheint.

Spitze des Vulkans Mount Eden mit fantastischem Blick © Depositphoto – Iriana Shiyan

Dann bietet sich ein magischer Ausblick über die Stadt und die Bucht. Pragmatisch gesehen kann man auch den Sky Tower besuchen, um einen Blick über ganz Auckland zu bekommen. Aber auf den Vulkanen der Stadt hat die Aussicht doch ein wenig mehr Flair. Egal, von wo man auf die Stadt schaut, es fällt auf, dass Auckland eine sehr grüne Stadt ist. Zahlreiche Parks sorgen für Naturfeeling in der Metropole. Sicher auch ein Grund, warum die Lebensqualität hier so hoch ist.

Strände: Einer schöner als der andere

Sind wir ehrlich: Städte mit schönen Stränden sind per se besser als andere. Im Umkreis von Auckland gibt es abgeschiedene Strände, die man trotzdem innerhalb einer Stunde vom Zentrum erreichen kann. An Aucklands Westküste dominieren schroffe Küsten und lange schwarze Sandstrände. Karekare gehört zu einem der malerischsten Stränden Aucklands und wurde als Drehort „Das Piano“ weltberühmt. In ein paar Minuten kann man zum Wasserfall, den Karekare Falls, im Landesinneren laufen.

Bei Surfern ist der Strand Piha sehr beliebt. Wer nicht selbst auf den Wellen reiten will, denn diese haben es hier echt in sich, spaziert zur kleinen Insel Lion Rock. Auch wenn der Bethells-Strand etwas kleiner ist, ist die Atmosphäre schön ruhig und malerisch. Es lohnt sich, dem Wanderweg entlang der nördlichen Spitze des Kaps zu folgen. So gelangt man zur versteckten O’Neill Bay, einem echten Surferparadies.

Muriwai Gannet © Depositphoto – Iriana Shiyan

Wer eine riesige Tölpelkolonie sehen möchte, kommt in Muriwai in den Genuss dieses Anblicks. Von August bis März nisten die Vögel hier an der Küste. Muriwai ist aber auch sonst eine gute Idee: 60 Kilometer Küste, schwarze Sandstrand, perfekte Surfbedingungen. Mehr muss man wohl nicht sagen.

Wein: Ein Schlückchen in Ehren

Neuesslands Weine sind schon lange keine Geheimtipps mehr. Die Insel Waiheke Island ist nicht nur für seine Künstler und Strände berühmt, sondern auch für seine Weingüter. Die „Weininsel“ lädt zu ausgedehnten Weintouren, bei denen man vor allem den ausgezeichneten Pinot Gris probieren sollte. Für Abwechslung oder Erholung nach der Weintour sorgen Besuche in Künstlerstudios oder entspannte Stunden am Strand, bevor es wieder zurück in die Stadt geht. 

Auckland hat die richtige Mischung aus Kultur und Natur und versprüht einfach einen entspannten Charme, trotz der Größe. Hier lässt es sich gut aushalten. Das wissen Bewohner und Besucher gleichermaßen und das spürt man an jeder Ecke.

Dining Out: A History of the Restaurant in New Zealand

Bildnachweis:

Titelbild: © Depositphoto –  Rafael Ben-Ari

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