Die totale Mondfinsternis 2018

Was genau passiert bei der längsten totalen Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts?

Am 27. Juli 2018 erwartet uns um 20:24 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) mit 103 Minuten, die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Die totale Finsternis beginnt um 21:30 Uhr. Da ist der Mond komplett im Kernschatten der Erde. Sie endet nach 103 Minuten um 23:13 Uhr. Da verlässt der Mond den Kernschatten. Ganz abgeschlossen ist der Vorgang dann um 0:19 Uhr (MESZ).

Fest steht: Um das Spektakel sehen zu können, sollte der Himmel wolkenfrei sein.
Und: Wer bis zum 9. Juni 2123 warten kann, wird eine noch etwas längere Finsternis sehen können. (Wolkenfreier Himmel vorausgesetzt)
Weisst du warum der Mond mal weiß, mal rot und mal blau ist?
Der Mond erscheint weiß, wenn er direkt von der Sonne angestrahlt wird und sämtliche Spektralfarben aus denen das Sonnenlicht zusammengesetzt ist, reflektiert. Schiebt sich die Erde in den Strahlengang zwischen Sonne und Mond muss das Sonnenlicht die Erdatmosphäre durchdringen. Je länger der Weg ist, den das Sonnenlicht zurücklegen muss, desto mehr werden kurzwellige blaue, violette und grüne Anteile gestreut und aus dem weißen Licht herausgefiltert. Ist der Weg durch die Atmosphäre lang, bleibt Dunkelrot übrig. Bei kurzen Wegen, wie in den dünnen oberen Schichten der Atmosphäre, bleibt mehr Gelb und Orange übrig. Dann erscheint der Mond entsprechend. Ist viel Staub in der Luft, zum Beispiel bei einem Vulkanausbruch, kann der Mond blau erscheinen und die Sonne grün.
Sternbeobachtung_Teleskop

Sternbeobachtung mit Teleskop ist besonders Anschaulich

Sternenfunkeln
Sterne funkeln, weil der kleine Lichtpunkt in der Atmosphäre durch Luftströmungen und Turbulenzen hin- und hergeschoben wird. Unserem Auge erscheint das wie Funkeln oder Blinken. Der Mond ist zu groß als das die Turbulenzen bemerkbar wären. Das ist der Grund, warum der Mond nicht so schön wie die Sterne funkelt.
Was hat es mit den Ringen um den Mond auf sich?
Der farbige Kranz aus Lichtringen, der machmal um den Mond scheint, nennt sich „Mondhof“. Er entsteht durch Wassertröpfchen oder Eiskristalle in den Wolken. Es wird eine Beugung des Lichtes hervorgerufen die die Lichtstrahlen umlenken und zu Überlagerungen führen. Diese erzeugen den Lichtschleier.Welche Mondbeobachtungen hast du schon gemacht? Schaust du dir die Mondfinsternis an? Schreib uns deine Erfahrungen hier in die Kommentare oder bei Facebook!

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Bildnachweiß:
Titelbild: © Depositphoto – Leena Robinson
Frau am Teleskop: © Depositphoto –  Milan Gucic