Teheran in der Nacht © Depositphoto - Aliaksandr Mazurkevich

Reich an Geschichten, prunkvollen Palästen und noch dazu überraschend lässig kommt sie daher: Teheran, die Hauptstadt des Iran. Im Norden des Landes, unweit des Kaspischen Meeres liegt die Metropole, in der mehr als 15 Millionen Menschen zu Hause sind. Teheran dient als kulturelles Zentrum des Iran, als Industrie- und Handelsstadt sowie als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, auch in angrenzende Nachbarländer.

Bei einer Reise in den Iran wird man als Europäer selbst zum exotischen Besucher, denn der Tourismus ist hier noch auf dem Vormarsch. Umso neugieriger und offener gehen die meisten Iraner auf Gäste, die ihr Land bereisen zu, mit einer gehörigen Portion Gastfreundschaft.

Sightseeing in Teheran

Modernes Wahrzeichen der Stadt ist der Freiheitsturm, erbaut zwischen 1969 und 1971 anlässlich der 2.500-Jahrfeier der iranischen Monarchie. Symmetrisch ragt er 48 Meter in die Höhe. Hier oben findet man eine Terrasse, die einen spektakulären Blick über die Stadt offenbart.

Golestan Palast, Teheran © Depositphoto - Aleksandar Todorovic

Golestan Palast, Teheran
© Depositphoto – Aleksandar Todorovic

Durch den Park-e Schahr geht es zu einem weiteren architektonischen Highlight Teherans. In seiner vollendeten Pracht zeigt sich der Golestanpalast, ein bauliches Meisterwerk und einst der Regierungssitz der Kadscharen. Der „Palast der Blumen“ beeindruckt neben den aufwendigen Verzierungen der Fassaden und des Innenbereichs, mit einem malerischen Innenhof und der schön gestalteten Gartenanlage.

Für den Abend empfiehlt sich ein Abstecher auf das „Dach von Teheran“, Bam-e Tehran auf Farsi. Ein beliebter Treffpunkt, von dem aus sich besonders junge Teheraner gerne ins Nachtleben stürzen. Zuvor überblickt man von dem Aussichtspunkt in den Bergen die Stadt im wunderschönen Lichtermeer. Hinunter geht es am schnellsten mit der Seilbahn.

Stöbern auf Basaren

Menschen auf dem großen Basar in Teheran © Depositphoto - Ivan Tykhyi

© Depositphoto – Ivan Tykhyi

In Staunen versetzt wird man ebenso bei einem Besuch des Großen Basars, nur einen Katzensprung vom  Golestanpalast entfernt. Durch Hallen und Korridore schlängeln sich über 11 Kilometer lange Wege. Händler bieten alles an, von Küchenausstattung, bis zu Teppichen und Souvenirs. Hier wird gehandelt und gefeilscht was die Waren hergeben und inmitten des bunten Treibens verstreckt sich sogar eine Moschee und einige Gasthäuser.

Deutlich ruhiger als auf dem turbulenten Großen Basar geht es auf dem Tajrish Basar zu, gelegen in Tadschrisch einem der ältesten Viertel im Norden der Stadt. Auch hier begibt man sich hinein in ein Meer aus Farben und Düften, umgeben von einer herrlichen Bergkulisse. Natürlich gibt es hier, genauso wie auf dem Großen Basar, auch allerlei kulinarische Köstlichkeiten zum Probieren.

Ein Besuch der dazugehörigen Moschee lohnt ebenfalls.

Persische Küche für Genussreisende

Ein älterer iranischer Koch bereitet in einem einfachen Café Essen zu. © Depositphoto - Владимир Григорьев

© Depositphoto – Владимир Григорьев

Wer nach einem appetitanregenden Streifzug durch die nicht enden wollenden Korridore des Basars auf den Geschmack gekommen ist, für den hat Teheran eine breite Palette an Köstlichkeiten zu bieten. Von persischer Küche, bis zu internationalen Speisen. Im Zentrum wechseln sich hippe Coffeeshops ab, mit traditionellen Teehäusern. Sehr zu empfehlen sind zudem die Streetfood Märkte.

Die Vielzahl an Restaurants mit landestypischen Spezialitäten ist riesig. Kaum vorbei kommt man am Kebab, der meist mit Brot oder Reis und Basilikum serviert wird. Dazu gibt es ein Glas Dugh, ein Joghurtgetränk, das  dem türkischem Ayran ähnelt.
Dizi ist ein weiteres traditionelles Gericht, ein persischer Lammeintopf, der aus einer Lammbrühe und gestampftem Fleisch und Gemüse zubereitet wird. In den Genuss dieser beliebten Speise kommt man zum Beispiel in dem Restaurant „Dizi Sara„. Naschkatzen sollten unbedingt das regionale Eis Faloodeh probieren. Es wird hergestellt aus gefrorene Vermicelli Nudeln, Zitronensaft und Rosenwasser und schmeckt wunderbar erfrischend.

Titelbild: © Depositphoto – Aliaksandr Mazurkevich