Segelreisen: Zwischen Beck’s-Werbung, Luxusyacht und Mitfahrgelegenheit

Segelreisen

Was sind Segelreisen?

Segelreise. Das ist ein Wort und meint eigentlich mehrere Extreme: Die Luxus-Fahrt auf der Segelyacht durch die Karibik mit Sonnenhut und Cocktails, Mitsegeln inklusive körperlicher Arbeit und Kuschelkajüte oder auch den Wochenendausflug mit dem Charterschiff auf der Nordsee.

All das sind Segelreisen, dazwischen liegen Welten. Was alle gemeinsam haben? Man ist auf einem Segelschiff, das Segelschiff ist auf dem Wasser. Das war es dann aber auch schon.

Für manche ist ein Törn auf der Segelyacht der Wunschtraum überhaupt, vor allem für Männer, die sich selbst mit dem Beck’s in der Hand dem Sonnenuntergang entgegensegeln sehen. Sail away! Für andere ist das Segeln kein Once-in-a-Lifetime-Erlebnis, sondern eine Lebenseinstellung. Segelschuhe, Matrosenhemd, jede freie Minute auf dem Schiff – einmal Segler, immer Segler.

Wie auch immer, Segelreisen sind nach unserer Definition Reisen, die zum größten Teil auf dem Boot stattfinden – und wie der Name es vermuten lässt, auf einem Segelboot oder einer Segelyacht. Nein, die Aida und andere Kreuzfahrtschiffe gehören nicht dazu.

Budget, Dauer und Art der Reise? Da ist alles offen. Von zweiwöchigen Reisen mit der Luxusyacht in die Kapverden, einer mehrwöchigen Atlantiküberquerung für Hartgesottene oder dem ersten Schnuppertörn durchs Ijsselmeer; mit dem eigenen Boot, als Mitsegler oder einfach nur als Gast, Anfänger oder Fortgeschrittener –  alles ist möglich bei Segelreisen.

Die Vorteile von Segelreisen

Eine Segelreise mit Skipper ist wohl die einfachste Art, um in den Genuss des Segelfeelings zu kommen. Man braucht keine Erfahrung und kann sich durch die Meere schippern lassen. Wer will, der kann ein wenig mit anpacken, aber die Verantwortung trägt ein anderer.

Das ist natürlich bequem. Immer im Blick die weite See, ein Bierchen am Hafen oder an Deck, das Leben kann schön sein. Beim abendlichen Zusammensitzen wird man vom Seemannsgarn eingelullt oder erhält allerhand Fachwissen, das man bei den Segelfreunden zu Hause zum Besten geben kann.

Segeln, das klingt doch nach was, damit kann man beeindrucken. Zumindest besser als vier Tage Bayrischer Wald. Eine Pauschaltour mit Skipper ist ideal für alle, die auch ohne Segelkenntnisse auf hohe See wollen, um einmal so richtig den inneren Seebären raushängenzulassen.

Wen es so richtig nach Abenteuer gelüstet, der heuert auf einem Segelboot an. Das heißt: Anpacken! Die Vorteile: Hier lernst du wirklich etwas fürs Leben. Und wenn es nur Verzicht und Zähne zusammenbeißen ist.

Die Nachteile von Segelreisen

Ein Segelurlaub ist, von der Luxusvariante einmal abgesehen, keine fauler Cluburlaub. Hier muss man mit anpacken. Reine Erholung wird so ein Segeltörn sicherlich nicht. Je nach Reiseroute kann es sein, dass man lange Strecken auf See ist. Um einen herum nichts als Wasser. Mal kurz runter vom Boot wird dann schwierig. Und die räumliche Enge kann auch mal zum Lagerkoller führen.

Ein Nachteil ist vielleicht das fehlende Kleingeld. Wer sich in weißem Badeanzug und Ferrero essend an Deck einer Segelyacht in den Malediven liegen sieht, der braucht ein gut gefülltes Bankkonto. Wer das nicht hat, der muss weiterträumen.

Für wen ist das was?

Da kommt es wieder ganz auf die Art der Segelreise an. Nicht jeder, der segelt, muss zwangsläufig ganz in weiß gekleidet sein, er braucht auch keine feinen Segelschuhe mit Ziernaht. Doch wer sich eine teure High-End-Segelreise gönnt, der sollte dem gewissen Grad an Luxus und Stil nicht abgeneigt sein. Champagner, türkisfarbene Traumbuchten und Casinobesuche in Monaco, das muss man schon mögen.

Wer wiederum das sportliche Abenteuer beim Aktivsegeln sucht, der sollte andere Vorlieben haben. Hier heißt es anpacken, früh aufstehen, arbeiten und bloß nicht meckern. Die Betten unbequem, der Schlaf kurz und die Tage anstrengend. Dafür gibt es ein Erlebnis, das man nicht vergisst.

Wer die Freiheit liebt und sich nicht zu schade für körperliche Arbeit ist, der erlebt bei einer Segelreise sein schönstes Abenteuer. Das Freiheit aber gleichzeitig bedeutet, dass man mitunter tagelang auf kleinstem Raum verbringt, das fassen wir jetzt einmal nicht als Widerspruch auf.

Für wen ist das eher nichts?

Es liegt vielleicht auf der Hand, doch sagen wir es noch einmal sicherheitshalber: Wer auf Segelreise gehen will, sollte besser nicht seekrank sein. Das ständige Geschaukel, tags und nachts ist nur das kleine Übel. Denn richtiger Wellengang und Stürme bringen selbst erfahren Wasserratten an ihre Grenzen.

Wer weder Hafenkneipen, noch geselliges Zusammensitzen unter Deck mag, am liebsten in Ruhe auf der Strandliege in der Sonne brutzelt, der spart sich das Geld und fliegt lieber all-inklusive auf die Seychellen oder einfach nach Malle. Oder bucht die Luxusyacht.

Wer zartbesaitet ist und mit einem rauen Ton Probleme habt, der muss sich an Deck zusammenreißen. Befehle und ein etwas zackiger Ton sind an der Tagesordnung. Aber wir wissen ja: Harte Schale, weicher Kern.

Wer schreibt über Segelreisen?

Timo, auch bekannt als Bruder Leichtfuß, hat einiges an Erfahrung gesammelt, was das Thema Mitsegeln angeht. Hier gibt es alles rund um Kosten, Packlisten und Fähigkeiten für die, die Hand gegen Koje tauschen wollen. Und er stellt dir gleich schon einmal deine Crew vor.

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