Gambia – die lächelnde Küste Afrikas

Afrikas versteckte Naturschätze: Eine Reise nach Gambia

Eines der letzten Geheimnisse Afrikas erstreckt sich im Westen des Kontinents. Abgesehen von einem schmalen Küstenabschnitt wird Gambia von seinem Nachbarn Senegal vollkommen umschlossen. Mit nur 11.295 Quadratkilometern ist es der kleinste Staat des afrikanischen Festlandes und würde zweimal in Mecklenburg-Vorpommern hinein passen.

Benannt ist das Land nach dem Fluss, dem Gambia, der sich von seiner Quelle im Bergland von Fouta Djallon, in Guinea, durch Senegal und weiter nach Gambia schlängelt, wo er unmittelbar an der Hauptstadt Banjul in den Atlantik mündet.

Sonnenuntergang am Strand von Gambia © Depositphoto – Susan Robinson

„Die lächelnde Küste Afrikas“, so wird das kleine Land gerne genannt. Diesen Spitznamen hat Gambia die Form des Landes eingebracht, die von oben betrachtet an ein Lächeln erinnert, genauso wie die unschlagbare Herzlichkeit ihrer Einwohner.
Das Land hat neben faszinierender Kultur auch unverfälschte Natur in petto. Parks und zahlreiche Aktivitäten wecken die Abenteuerlust und paradiesische Sandstrände laden zur Erholung ein – inklusive der mitunter schönsten Sonnenuntergänge der Welt.

Die grünen Oasen Gambias

Trotz der geringen Fläche des Landes haben Naturfreunde in Gambia die Qual der Wahl zwischen drei Nationalparks, zwei Naturreservaten und einiger weiterer Naturschutzgebiete. In jedem Fall sollte man sich während einer Reise in das afrikanische Land einige Tage für Tagesausflüge in die faszinierende Natur Gambias einplanen und das Land sowohl vom Land, als auch vom Wasser aus erleben.

Das Tanji Bird Reserve lockt mit einer vielfältigen Tierwelt. Neben über 300 Vogelarten, bekommt man auch verschiedene Affenarten und Meerkatzen zu Gesicht. An vielen Orten können geführte Kajak- oder Kanutouren gebucht werden.

Sandstrände im Vogelparadies – der Niumi Nationalpark

Im Nordwesten des Landes zieht sich der Niumi Nationalpark entlang der Küste in die Länge. Ein idealer Tagesausflug von der Hauptstadt aus, denn eine Fähre verkehrt regelmäßig von Banjul in das 4940 Hektar große Areal. Im Süden schließt der Park an den Delta du Saloum Nationalpark an. Neben verwunschenen Mangrovenwäldern und weißen Sandstränden erlebt man im Niumi Nationalpark eine einzigartige Flora und Fauna. Zugvögel siedeln hier in den Wintermonaten. Zudem sind hier die Grüne Meeresschildkröte, die seltene afrikanischen Manati und Kamerunflussdelfine heimisch.

Flusssteg © Depositphoto – Anton Ivanov

Ein Besuch im Affenwald

Eine weitere Attraktion in Gambia ist der Bijilo Forest Park, etwa 1 Kilometer von der Stadt Bijilo gelegen. Der sogenannte Affenwald ist unmittelbar am atlantischen Ozean gelegen und bietet zahlreichen Reptilien sowie Vogel- und Affenarten Lebensraum. Darunter die Westliche Grünmeerkatze, der Westafrikanische Stummelaffee und der Husarenaffe. Ein 4,5 Kilometer langer Rundweg mit zahlreichen Informationen entlang des Pfades, führt durch das Naturschutzgebiet und eignet sich auch wunderbar für Familien mit Kindern.

Neben den Tierbegegnungen erfährt man im Bijilo Forest Park zudem eine atemberaubende Pflanzenvielfalt. Entlang des Weges gedeihen die mächtigen Baobabs, auf Deutsch Affenbrotbäumen, Feigen, Kapokbäume und gigantische Ölpalmen.

Mangroven © Depositphoto – Micha Klootwijk

Mit dem Boot durch die Mangrovenwälder

Die unberührte Natur Gambias erfährt man außerdem während eines Bootsausflugs durch die Seitenarme des Gambia, den Bolongs. Mitten im märchenhaften Mangrovendelta ist die beliebte Lamin Lodge eine ideale Anlaufstelle für Touren mit einer Piroge, einem Bootstyp, der aus einem einzigen Baumstamm gefertigt wird .

An besonderer Beliebtheit erfreut sich die „Roots“-Tour. Sie geht zurück auf das Werk „Roots – Wurzeln“ des US-amerikanischen Schriftstellers Alex Haley, einer Familiensaga in der sich Haley auf der Suche nach Identität und den eigenen Wurzeln nach Gambia macht. Der Bestseller und die gleichnamige Fernsehserie verhalfen dem kleinen, gambischen Dorf Juffure zu Weltruhm.

Pfeil