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Fördert ein europäisches Öl- und Gasembargo die Erderhitzung, gefährdet es den Green Deal? Kurz vor Verabschiedung des Weltklimaberichts sehen Wissenschaftler viel Diskussionsbedarf.

Ist ein europäisches Öl- und Gasembargo klimaverträglich oder befeuert es die Klimakrise, weil auf Kohleressourcen zurückgegriffen werden muss? Anfang April wird der Weltklimarat IPCC den neuen Weltklimabericht über die Minderung des Klimawandels verabschieden und veröffentlichen. Dies geschehe „in einem Moment der Entscheidungen“, erklärte der Klimaforscher Ottmar Edenhofer im Rahmen einer Pressekonferenz des Deutschen Klima Konsortiums.

Edenhofer ist Chefökonom und Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Er sieht den Green Deal der Europäischen Union auf der Kippe: Steigende Gaspreise könne Europa nur verkraften, wenn es zu einem umfassenden Sozialausgleich komme.

Wenn eine Bremse für den Gaspreis oder den Benzinpreis eingeführt würde, würde dies die Nachfrage anreizen. Es gebe dann kein ausreichendes Angebot und ein Großteil der Nachfrage müsse sogar rationiert werden. Außerdem müsse man temporär Kohle nutzen.

Geplanter Sozialausgleich reicht nicht aus

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Titelbild: © Depositphoto – Tomáš Šereda