Wie die meisten Dinge wurde auch die Fotografie irgendwann einmal erfunden. Das geschah im Jahr 1839 und der Erfinder war ein Franzose, der Louis Jacques Mandé Daguerre hieß (das spricht man Lui Schack Mandee Dagär). Zuerst war das alles ziemlich kompliziert. Es dauerte schrecklich lange, bis ein Bild fertig war. Auch die Fotoapparate waren noch riesig und sehr schwer. Natürlich gab es noch keine digitalen Kameras und schon gar keine Computer. Man machte Fotos auf Glasplatten und die mussten entwickelt werden. Darum fotografierten nur wenige Menschen, und das waren zumeist Berufsfotografen. Wer ein Foto von sich wollte, der ging in ein Fotoatelier, und das war ein großes Ereignis. 

 

Daher war es normal, dass es in einer Familie nur ganz wenige Bilder gab. Trotzdem war die Erfindung der Fotografie eine wahre Revolution, denn vorher konnte man die Welt nur malen. Erst als ein findiger Amerikaner namens George Eastman (das spricht man Dschordsch Iestmän) 1889 den Film erfand, wurde das Fotografieren einfacher und auch billiger. Schon bald wollten immer mehr Leute ihre Welt in Bildern festhalten. Ungefähr ab dem Jahr 1900 konnte man Fotos auch in Zeitungen und Zeitschriften drucken. Der Siegeszug der Fotografie begann. Allerdings konnte man bis zum Ende des letzten Jahrhunderts Fotos ausschließlich auf Film aufnehmen. Mittlerweile fotografieren die meisten Menschen mit dem Handy oder der Digitalkamera. Aber eure Eltern erinnern sich ganz gewiss noch daran, dass sie früher ihre Filme in den Fotoladen zum Entwickeln bringen mussten. Das dauerte lange und manchmal konnte man die fertigen Fotos erst nach Tagen ansehen. Heute ist alles viel einfacher und schneller. Durch die digitale Technik und den Computer braucht man keinen Film mehr und kann die Bilder direkt nach der Aufnahme betrachten. Und was besonders schön ist: Es kostet auch viel weniger als früher.