Erfolg trotz Regen

Rubrik Fremd gelesen in der Süddeutsche Zeitung

Aufgrund des schlechten Wetters beteiligen sich nur wenige an den Radltouren nach Kloster Fürstenfeld. Wer sich aus dem Haus traute, konnte erleben, was sich mit Lastenrädern transportieren lässt, eine gratis Busfahrt genießen oder Hofläden kennenlernen.

Aus Sicht der Veranstalter war der zweite autofreie Sonntag im Landkreis ein Erfolg. Zwar blieb die Zahl der Teilnehmer aufgrund des schlechten Wetters überschaubar. Wer trotzdem zu den Radtouren, dem Lastenradwettbewerb oder der Malaktion vor der Brucker Stadtbibliothek kam, hatte Spaß und bekam viele neue Informationen.

Als Organisator Max Keil, der Zweite Vorsitzender des Energiewendevereins Ziel 21, am Vormittag den Aktionstag wegen Regens absagen wollte, waren die Sternfahrten des ADFC aus Dachau, Landsberg, Gilching und Mammendorf schon gestartet. Immerhin 50 Radfahrer trafen bis 11.45 Uhr vor der Klosterkirche ein, wo Pfarrer Wolfgang Huber Menschen und Bikes segnete. Bloß die Blasmusik zum Empfang hatte Keil schon abgesagt. Auch die Rikscha-Fahrten, die die Brucker Stadträtin Alexa Zierl (ÖDP) gratis anbieten wollte, fielen regelrecht ins Wasser.

„Wir haben trotzdem Spaß und nehmen Anregungen für die Wiederholung nächstes Jahr mit“, sagte Zierl am Nachmittag, als es zeitweise trocken blieb. So konnten sich vor der Klosterkirche stolze Besitzer von Lastenrädern und Rikschas treffen, um ihre Gefährte dem Publikum zu präsentieren, zu fachsimpeln und an einem Geschicklichkeitswettbewerb teilzunehmen, den Montserrat Miramontes, die Verkehrsplanerin der Stadt, vorbereitet hatte. Es galt innerhalb von einer Minute so viele Gegenstände wie möglich auf ein Rad zu packen und festzuzurren, darunter ein Schlauchboot, Koffer, Schwimmnudeln oder einen aufgeblasenen Delfin.

Anschließend musste die Fracht mit dem Lastenrad auf einem anspruchsvollen Parcours ins Ziel gebracht werden, der sich durch Engstellen, spitze Kehren sowie den Anstieg zum Museum auszeichnete. Die erste Runde entschied der 14-jährige Simon für sich, der 17 Gegenstände aufladen konnte. Den Rekord stellte der Besitzer des rikschaartigen Modells Kangaroo mit 20 Sachen auf, berichtete Miramontes.

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Titelbild: © Depositphoto – Владимир Балега